Die häufigsten Fragen und Antworten
Die Milch-Diät
IRIS E. AUS BRÜHL, 30
Eignet sich für die Diät auch laktosefreie Milch?
Selbstverständlich. Bei laktosefreier Milch wird nur der Milchzucker (Laktose) auf schonende Weise „ausgeschaltet“. Alle Vitamine und Mineralstoffe bleiben unverändert erhalten – so auch das wertvolle Kalzium.
VERA F. AUS BONN, 31
Kann man auch fettarme Milch nehmen?
Ja. Kalzium ist nicht an Fette, sondern an das Milcheiweiß gebunden. Daher haben fettarme Milch und Milchprodukte denselben Kalziumgehalt wie Produkte mit normalem Fettgehalt – also dieselbe fettreduzierende Wirkung.
MARKUS P. AUS ESSEN, 42
Welche Obst- und Gemüsesorten eignen sich besonders gut?
Der Schwerpunkt sollte auf stärkearmen und ballaststoffreichen Sorten liegen, denn sie sättigen am besten und beeinflussen aufgrund ihres äußerst niedrigen glykämischen Indexes den Stoffwechsel auf ideale Weise. Dazu gehören beispielsweise Obstsorten wie Beerenobst, Apfel, Birne, Kiwi oder Papaya. Bei Gemüse bieten sich Kohlgemüse, Wurzelgemüse, Auberginen, Zucchini und Blattsalate an.
MELANIE K. AUS BERLIN, 51
Wie oft kann man Nudeln, Reis & Co. essen?
Während der Abnehmphase sollten Sie möglichst ganz auf diese Lebensmittel verzichten. Wenn Sie Ihr Wunschgewicht erreicht haben, sollten Sie kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln oder Reis auf einmal pro Tag eine Portion beschränken – am besten jedoch nur mittags und nicht abends. Das Abendessen sollte immer möglichst wenige Kohlenhydrate enthalten. Denn eine eiweißreiche Kost kurbelt über Nacht die Fettverbrennung an.
CHRISTOPH C. AUS LEVERKUSEN, 33
Die Milchdiät ist auf sechs Wochen ausgelegt.
Darf sie auch verlängert werden?
Anders als viele herkömmliche Diäten ist die Milchdiät nicht als kurzfristige, zeitlich begrenzte Maßnahme zur Gewichtsreduzierung zu verstehen. Sie soll vielmehr der Einstieg in eine dauerhafte Ernährungsumstellung nach der LOGI-Methode sein – also mehr Eiweiß und weniger Zucker und Stärke, sprich Kohlenhydrate. Um zunächst eine stetige Gewichtsreduzierung zu erreichen, sollte die Kalorienaufnahme in den ersten sechs Wochen auf maximal 1.500 Kalorien pro Tag begrenzt werden. Sollte das Wunschgewicht dann noch nicht erreicht sein, kann die Kalorienbegrenzung fortgesetzt werden, jedoch nicht unter 1200 Kalorien. Wer sein Wunschgewicht erreicht hat, kann die Kalorienzahl durchaus wieder erhöhen. Sofern die eiweißreiche und kohlenhydratarme Ernährungsweise beibehalten wird, bleibt man dauerhaft schlank. Je nach Körpergewicht kann auch dann noch das ein oder andere überflüssige Pfund purzeln.
SUSANNE W. AUS WETZLAR, 60
Wird die körperliche Leistungsfähigkeit durch die Diät beeinträchtigt?
Nein. Die Milchdiät liefert alle wichtigen Nährstoffe, die der Körper täglich braucht, im Überfluss.
BERND H. AUS LAHNSTEIN, 41
Ist die Diät auch für junge Menschen in der Wachstumsphase empfehlenswert?
Die Milchdiät ist für jeden geeignet, da sie den Stoffwechsel optimiert und für einen niedrigen Blutzucker- und Insulinspiegel sorgt. Darüber hinaus versorgt sie den Körper mit ausreichend Kalzium, das Knochen und Zähne stärkt. Daher ist die Milchdiät insbesondere für übergewichtige Kinder und Jugendliche sehr empfehlenswert.
MIRIAM G. AUS SALZGITTER, 24
Können auch Schwangere bedenkenlos an dieser Diät teilnehmen?
Schwangere sollten Hinblick auf eine Kalorienreduzierung in jedem Fall mit ihrem Arzt sprechen.
PETRA B. AUS BOPPARD, 47
Seit wann gibt es die LOGI-Methode und wer ist ihr Erfinder?
Auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Medizinischen Fakultät der Harvard University in Boston, USA, hat der deutsche Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Nicolai Worm die LOGI-Methode entwickelt. LOGI steht für „Low Glycemic and Insulinemic“ (niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel). Charakteristisch für die Ernährung nach dieser Methode ist eine niedrige Blutzuckerwirkung, die einer unerwünscht starken Kalorienspeicherung vorbeugt und viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.
STEPHANIE Z. AUS HERSEFELD, 29
Nimmt man wieder zu, wenn man nach der Diät wieder mehr Kohlenhydrate in Form von Brot, Nudeln und Kartoffeln isst?
Ja. Die Milchdiät führt zu einer Stoffwechselumstellung. Wenn Sie wieder in die alten Ess- und Ernährungsgewohnheiten verfallen, dann bleibt auch der Jojo-Effekt nicht aus.
Milch allgemein
MARC-OLIVER W. AUS RANZEL, 35
Stimmt es, dass Milch ein hervorragender Energiespender ist?
Milch ist ein klasse Energiespender. Die wichtigen Nährstoffe der Milch wie der Milchzucker, aber auch Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe werden vom Körper besonders schnell in Energie umgewandelt.
SIBYLLE M. AUS AUGSBURG, 71
Verschleimt ein erhöhter Milchkonsum nicht den Körper? Es heißt, bei Erkrankungen der Atemwege sollten Milchprodukte vermieden werden. Muss bei Husten oder Erkältungen die Diät unterbrochen werden?
Nein. Das Vorurteil, Milch verschleime, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Verschiedene Studien haben eindeutig bewiesen, dass Milchprodukte weder bei gesunden Menschen noch bei Asthmapatienten zu einer erhöhten Schleimbildung führen.
DANIEL P. AUS HERSEL, 30
Es gibt das Gerücht, dass übermäßiger Milchkonsum Tumorkrankheiten begünstigt. Stimmt das?
Dies ist wissenschaftlich in keiner Weise belegt. Verschiedene Studien haben sogar gezeigt, dass Milch eine Reihe von möglichen Schutzfaktoren gegen Krebserkrankungen enthält. Dazu zählen Bestandteile des Milchfetts, Vitamin A und D, Beta-Carotin, konjugierte Linolsäure und einige Milchproteine. In weiteren Studien konnte zudem eine Senkung des Risikos von Diabetes, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall durch den Verzehr von Milch nachgewiesen werden.

